13.04.2026

Regulierung und Förderung von Wasserstoff-Produktion und Speicher

Die Studie zeigt, dass trotz eines substantiellen langfristigen Potenzials für Wasserstoff in der Schweiz weiterhin erhebliche wirtschaftliche und regulatorische Hürden bestehen. Für die Förderung der Wasserstoffproduktion erweisen sich marktnahe Instrumente wie fixe Prämien oder Differenzkontrakte als besonders geeignet. Beim Aufbau von Speichern stehen hingegen vor allem Unsicherheiten bezüglich Marktentwicklung und regulatorischer Ausgestaltung im Vordergrund. Die Schweiz verfügt derzeit über keine saisonalen Gasspeicher im Inland und verfolgt bislang keine expliziten Ziele für deren Aufbau. Stattdessen werden Speicherkapazitäten im Ausland genutzt und durch zwischenstaatliche Abkommen abgesichert. Die geologischen Voraussetzungen für saisonale Speicher im Inland gelten nach heutigem Kenntnisstand als ungünstig, weshalb entsprechende Lösungen voraussichtlich deutlich teurer wären als die Nutzung ausländischer Speicher. Zudem ist zu beachten, dass bei einer Umwidmung von Methan- zu Wasserstoffspeichern aufgrund der geringeren volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff vier- bis sechsmal weniger Energie gespeichert werden kann. Als nachfrageseitige Flexibilitätsoption im Inland dienen derzeit insbesondere Zweistoffanlagen. Perspektivisch könnten Wasserstoffderivate in flüssiger Form eine Rolle für die Energiespeicherung spielen. So beträgt die vorgeschriebene Pflichtlagerhaltung für Erdölprodukte in der Schweiz aktuell 4.5 Monate des Jahresverbrauchs.
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